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Anwendungsbezogene Projektprüfung

Industrieanlagen & Verschleißschutz

Industrieverschleißteile sollten aus realer Kontaktposition, Bewegung, Last, Abrasivstoff, Gegenfläche, Schmierung und Befestigung abgeleitet werden. Bei Stoß, Fehlausrichtung oder freier Geometrie ist der härteste Werkstoff nicht automatisch die sicherste Wahl.

Industrieanlagen & Verschleißschutz

Anwendungsübersicht: Anlagen, Bauteile und Einsatzbedingungen

Die Übersicht verknüpft Prozess und Einbauposition mit typischen Hartmetallbauteilen, Schadensmechanismen, Auswahlkriterien und Lieferzuständen. Sie dient der Projektklärung und ist keine allgemeingültige Spezifikation.

Prozess / AnlagePosition und FunktionTypische BauteileWesentliche BeanspruchungenRichtung der WerkstoffprüfungTypischer Lieferweg
Führungs-, Positionier- und GleitsystemeAustauschbare Kontaktfläche zur Ausrichtung oder für wiederholte BewegungFührungsbuchsen, Hülsen, Liner, Schienen, Gleitplatten und PositioniereinsätzeGleitverschleiß, Fretting, Fehlausrichtung, Verschmutzung und SpielzunahmeLast, Bewegung, Schmierung, Gegenfläche, Verschmutzung und zulässiges Spiel prüfenGesinterte Hülse, geschliffene Bohrung/AD, geläppte Fläche, Presssitz- oder Zeichnungsteil
Verschleißauskleidung und MaterialtransportOpferfläche in Rutschen, Mischern, Dosierern, Förderern und abrasiven AnlagenVerschleißplatten, Kacheln, Blöcke, Stäbe, Leisten und Hartmetall-Stahl-BaugruppenGleitabrieb, Partikelschlag, Kantenausbruch, Ablösung und lokaler VerschleißFördergut, Partikelgröße, Auftreffwinkel, Trägerabstützung und Befestigung abstimmenRohling, Platte oder Leiste, lötfertiger Einsatz, montierte Kachel oder Ersatzbaugruppe
Präzisionsstifte, Wellen und zyklische BauteileKontaktintensives Positionier-, Umform-, Dosier- oder BewegungsteilStifte, Wellen, Kolben, Stempel, Dorne und PräzisionsverschleißteileDurchmesserverlust, Biege- oder Drucklast, Kantenschaden, Fressen und ErmüdungFlächenpressung, freie Länge, Zykluszahl, Ausrichtung, Oberfläche und Gegenstück prüfenRohling, spitzenlos geschliffene Welle, geschliffene Kontur, polierte Fläche oder Fertigteil
Ersatz- und Sonderverschleißteile nach ZeichnungKundenspezifische Verschleißstelle ohne passendes KatalogteilSondereinsätze, Düsen, Ringe, Blöcke, Profile und MehrstoffbauteileUnklare Schadensursache, Revisionsänderungen, schwierige Geometrie und schwankende VorlieferungMit Verschleißmuster, Zeichnung, aktuellem Werkstoff, Bruchfläche und realem Zyklus beginnenVersuchsrohling, Halbzeug, Fertigteil, ausgewählte Baugruppe oder Wiederholserie

Was für diese Anwendung geprüft werden sollte

Die Anwendungsbezeichnung ist nur der Ausgangspunkt. Werkstoffrichtung und Fertigungsweg werden anhand tatsächlicher Belastung, Verschleißbild, Geometrie, Gegenlaufpartnern und Folgeprozessen bewertet.

Industrieverschleißprojekte beginnen mit Kontaktposition, Bewegung, Last, Abrasivstoff, Gegenfläche, Schmierung und Befestigung. Eine harte Sorte ist bei Stoß, Fehlausrichtung oder freier Geometrie nicht automatisch die sicherste Wahl, da Kanten- oder Bruchschäden entstehen können. Verschlissene Muster, Verschleißkarten und Angaben zum Gegenstück helfen, Materialabtrag, Fressen, Ausbruch und Passungsfehler zu unterscheiden.

Was die Anforderung bestimmt

  • Kontaktbewegung, Last, Zykluszahl sowie abgestützte oder freie Geometrie
  • Abrasivstoff, Verschmutzung, Temperatur und beobachtetes Verschleißbild
  • Gegenfläche, Schmierung, Spiel, Passung und Befestigungsverfahren
  • Aktueller Werkstoff, Schadensart, kritische Maße und Oberfläche

Wie MPC das Projekt unterstützt

MPC fertigt Verschleißplatten und -blöcke, Buchsen und Hülsen, Stifte und Wellen, Düsen sowie Sonderteile aus Hartmetall. Versuchs- und Serienfertigung kann anhand von Zeichnung, anonymisiertem Muster oder Verschleißteil geprüft werden.

Passende Produktgruppen

Hinweise zu Fertigung und Prüfung

Fertigung nach Produktanforderung

Unsere Aufgabe geht über die Lieferung eines Katalogartikels hinaus. Wir prüfen, wie Werkstoff, Produktform, Fertigungsweg und Abnahme zur Anwendung passen.

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Qualität, Prüfung & Rückverfolgbarkeit

Qualitätsanforderungen beziehen sich auf Produkt und Auftrag. Eine Eigenschaftstabelle oder ein Prüfplan ist nicht für alle Werkstoffgruppen geeignet.

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Angaben für eine erste Prüfung

Zu Beginn ist keine vollständige Spezifikation erforderlich. Folgende Angaben reichen in der Regel aus:

  • Zeichnung, Skizze, Abmessungen oder anonymisierte Musterfotos
  • Aktueller Werkstoff, Sorte, Zusammensetzungsrichtung oder Referenzprodukt
  • Anwendung, Werkstück und relevante Einsatzbedingungen
  • Kritische Maße, Toleranzen und Oberflächenanforderungen
  • Versuchsmenge und erwartete Wiederhol- oder Serienmenge
  • Geforderte Prüfungen, Normen, Berichte, Verpackung und Lieferort

Anwendung besprechen

Senden Sie Anwendung, Produktgruppe, aktuellen Werkstoff oder Zeichnung und die gewünschte Menge. Wir prüfen einen praktikablen Fertigungs- und Lieferweg.